Archive for April, 2011

29th April
2011
written by DedalusRoot

Gestern habe ich ein neues Blog für meinen Feedreader entdeckt. Wo? Am Kotti… genauer gesagt auf einer der Stellwände an der U-Bahnhaltestelle Kottbusser Tor, wo ich zwischen Liebesbekundungen und revolutionären Parolen diese kleine Stilblüte gefunden habe:

Und weil ich momentan völlig hemmungslos alles knipse, was mir vor die Linse kommt und interessant, spannend oder einfach schräg sein könnte, hab’ ich abgedrückt.
Und siehe da: Hinter Clairikine verbirgt sich ein bezaubernder kleiner trilingualer Berliner Comicblog. Schaut’s Euch an!

 

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12th April
2011
written by DedalusRoot

Morgen geht also endlich meine erste re:publica los, und ich bin aufgeregt wie ein Pennäler am ersten Schultag… Damit ich auch wirklich nichts vergesse, bin ich dem Vorbild anderer Blogs gefolgt und habe mir eine kleine Checkliste gemacht:

 

  • Thinkpad T500: Die mobile Artillerie im Bereich Hardware; veraltet, absolut konferenzuntauglich, viel zu schwer und sperrig. Ein bisschen als würde man mit einem Leopard 2 an der Tour der France teilnehmen. Yeah!

 

  • HTC Desire: Im Vergleich zum Thinkpad eher eine Derringer. Optimal zum aus der Hüfte Twittern und zur schnellen Orientierung im Großstadtdschungel. Fungiert bei fehlendem WLAN als Hotspot oder UMTS-Modem. Gerüchten zufolge soll man damit sogar telefonieren können.

 

  • Moleskine + Pilot G-2 Schreibgriffel: Weil analog manchmal eben doch besser ist, und allen anderen sicher irgendwann der Saft ausgeht… und weil ein schwarzes Notizbuch ein schwarzes Notizbuch ist.

 

  • Netzteile & Akkus, diverse: Damit oben genannter Saft eben nicht ausgeht. Brauchen aller Wahrscheinlichkeit nach eine eigene Tasche, wahrscheinlich sogar einen eigenen Sitzplatz, hoffentlich kein eigenes Ticket. Spätestens zur Mittagszeit gibt’s dann lecker Kabelsalat.

 

  • Mehrfachsteckerleiste, zehnfach: Für oben genannte Netzteile und einen tragbaren Kühlschrank, der noch besorgt werden muss. #tazlab hat mich gelehrt: Strom ist ein kostbares Gut. Daher werden freie Plätze an der Steckerleiste für 5,-€ die Stunde vermietet. Für die kommende re:publica wird dann hoffentlich ein eigener Windpark auf dem Gelände der Mediaspree eingerichtet…

 

  • Club Mate: eine Art mobiles Lebenserhaltungssystem für Einsätze unter widrigen Bedingungen. Sieht ein wenig aus wie der morgendlich Mittelstrahl, Verächter behaupten, der erste Schluck schmecke auch so. Kenner (ugs. Nerds) lieben ihren herben Geschmack und die belebende Wirkung. Bei sparsamem Verbrauch reicht ein Kasten Mate für drei Koferenztage. Zum Transport dient der gute, alte Bundeswehrrucksack. Bewohner des Prenzlauer Bergs können alternativ auch einen Bollerwagen aus der nahe gelegenen Kita zweckentfremden.

 

  • Urban Combat Blogging Outfit: “Kleide Dich immer so, dass Du jederzeit für einen plötzlich eintretenden Weltuntergang gerüstet bist und trotzdem mit Deiner Umgebung verschmilzt.” Je nach Witterung wahlweise leichtes Schuhwerk von Chuck Taylor oder die treuen 10-Loch Rangers, Blogginghose aus strapazierfähigem Serge de Nîmes mit doppelt verstärktem Hosenboden für mehr Sitzfleisch sowie ein einfarbiges schwarzes Hemd (Neueste Studien haben gezeigt, dass die Jungs mit lustigen Sprüchen auf den Shirts bei plötzlich eintretenden Weltuntergängen die ersten sind, die draufgehen). Lederjacke (sh. auch Dreitagebart, Haudegen).

 

  • Dreitagebart: Wer sich jeden Tag rasiert, hat zuviel Zeit, die er mit unnützer Körperpflege im Gesichtsbereich verschwendet. Daher gilt: Unrasiert ist wild, verwegen und kreativ. Belege hierfür liefern Abenteuern und Haudegen wie Indiana Jones, John McClane und Michael Seemann.  Frisch rasierte Zeitgenossen laufen des Weiteren Gefahr mit unliebsamen Marketingfuzzis verwechselt zu werden.
    Wieviel Zeit darauf verschwendet werden muss, um verwegen unrasiert auszusehen, verschweigen wir an dieser Stelle.

 

  • Handtuch: Der mit Abstand nützlichste Ausrüstungsgegenstand, den man besitzen kann und darüber hinaus von immensem psychologischen Wert. Weil ein Mann, der ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel der Galaxis kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.42

     

    Wenn ich über Nacht nicht vor Aufregung sterbe, sehen wir uns morgen!

     

    5th April
    2011
    written by DedalusRoot

    Im April 1994 war ich 15 Jahre alt und ein typischer Teenager der Mittneunziger:
    zerschlissene Jeans, die an strategischen Punkten mit Sicherheitsnadeln zusammengehalten wurden, ausgewaschene T-Shirts auf die ich mit Mutters Chlorbleiche eigene Slogans und Logos geschmiert hatte und natürlich die obligatorischen, viel zu weiten karierten Flanellhemden, von denen ich stellenweise zwei übereinander trug. Meine Haare hatten damals endlich Ihre gewünschte Länge erreicht und fielen mir in wirren Strähnen bis auf die Schultern. Meine Freunde, damals Brüder und Schwestern im Geiste, heute bestenfalls entfernte Bekannte, waren das dicke Mädchen mit den violetten Haaren und den Nasenringen, dass sich die Unterarme ritzte, der viele zu dünne Junge aus der Nachbarklasse, der kaum ein Wort sagte, sich aber auf der Tanzfläche in einen wütenden Derwisch verwandelte, der nur aus Stiefeln und Fäusten bestand und all die anderen Ausgestoßenen, die keinen Platz mehr in der Riege der Schönen und Beliebten gefunden hatten:
    Ein Breakfast Club ohne Emilio Estevez und Molly Ringwald(more…)

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  2. Warnung!

    Widerstand

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