Archive for June, 2012

23rd June
2012
written by DedalusRoot

Wildlachs an Blattspinat und Polenta

Irgendwann im Verlauf der vergangenen Woche fiel mir auf, dass ich die komplette Woche außer Haus verbracht und mich größtenteils von Schrott ernährt hatte. Dementsprechend groß war mein Bedürfnis mal wieder etwas Anständiges zu essen. In einem Anflug von Geistesgegenwart wühlte ich also gestern nach dem Fußballspiel (reden wir bitte nicht darüber…) in meinem Tiefkühlfach und entdeckte, meinem natürlichen Hamstertrieb sei es gedankt, ein Stückchen Wildlachs und Unmengen BlattspinatPolenta habe ich eigentlich immer im Haus, was letztlich nur daran liegt, dass ich das Zeug aus irgendeinem Grund so gut wie nie verkoche.
Während also der Wildlachs taute und mein Körper ruhte, bastelte mein Unterbewusstsein, dass nebenher in fiebrigen Träumen das erwähnte Fußballspiel verarbeitete, das folgende Rezept zusammen:

Den Wildlachs in eine wiederverschließbare Tüte bugsieren, in der ihm eine Marinade aus Limettensaft, Sojasauce, reichlich Knoblauch sowie gemörsertem KorianderKardamom und ein wenig Berliner Honig Gesellschaft leistet. Das Zusammenrühren erfolgt hierbei komplett frei Schnauze, ein gewisses Vertrauen in die eigenen Geschmacksknospen wird also vorausgesetzt. Selbstverständlich kann die Marinade, soweit vorhanden, noch mit frischem IngwerFischsauce oder Chilis erweitert werden. Das Ganze einigermaßen luftdicht verschließen und in sich ruhen lassen, während man sich auf den Weg macht um seinen obligatorischen samstäglichen Pflichten nachzugehen und den Pfand zu entsorgen. Zwei verschwitzte Stunden und einige angeregte Konversation am Pfandautomaten später, lässt sich das gute Stück dann endlich aus seinem feuchten Gefängnis befreien. Nun noch flugs den Blattspinat mit reichlich Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen und mit ebenso viel Muskat sowie ein wenig Pfeffer und Salz abschmecken. Dann die Polenta anrühren. Die Zubereitung von Polenta wird an dieser Stelle nicht erklärt, da hierzulande beinahe ausschließlich Fertigpolenta erhältlich ist, die in der Zubereitung ungefähr so anspruchsvoll ist wie Dr. Oetkers Fertigpudding. Sollten sich im Gemüsefach des Kühlschranks noch ein paar einsame Rosmarinzweige finden, landen diese bei dieser Gelegenheit gleich mit in der köchelnden, blubbernden Masse. Alternativ kann passend zum Fisch ein wenig Wasabi in die Polenta gerührt werden. Nun noch schnell den Fisch in die heiße Pfanne schmeißen, das aber bitte nicht allzu lange, denn tot ist das Vieh schon seit langem. Zum krönenden Abschluss noch ein paar geviertelte Kirschtomaten in der Pfanne schmelzen lassen, und fertig!

Anrichten, Fotografieren, Essen!

Dazu eignet sich sicherlich irgendein Weißwein, dessen Geschmacksnuancen und Säuregehalt das Gericht optimal zur Geltung bringen. Entsprechende Empfehlungen und Spenden von Weinkennern oder solchen, die es glauben zu sein, nehme ich für’s nächste Mal gerne entgegen.

21st June
2012
written by DedalusRoot

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Kreuzberg im Sommer

Brütende Hitze und blaue Stunden. Der Geruch von Ozon und schweißtreibendem Müßiggang. Musik in der Luft und Erbrochenes im Rinnstein. Und in jeder Hand mindestens ein Eis…

Genießt den Sommer!
Denn ab heute werden die Tage jeden Tag ein bisschen kürzer…


Nachtrag: Derzeit zeichnet sich der Sommer wohl eher durch strömenden Regen und arktische Kälte aus… hat da irgendwer das Memo zum Sommeranfang nicht gelesen?

19th June
2012
written by DedalusRoot

Wie es scheint, brauchen Schriftsteller ein Haustier… 
Ideal fände ich eine Art feline Reinkarnation des alten Bukowski: Einen räudigen, vernarbten Straßenkater, der tapsige Hundewelpen zum Frühstück verspeist, die reinrassigen Maine Coon und Siamesen der Nachbarschaft in Angst und Schrecken versetzt und ihre Weibchen mit seinem Nachwuchs beglückt. Ich wage zu bezweifeln, dass meine Schreibe dadurch besser würde und mein Hang zur Prokrastination sich mindert, aber ich hätte eine weiteres, anscheinend unerlässliches, Accessoire dazugewonnen…

Bleibt zu hoffen, dass die wohlbehütete Jugend in einer mittelständischen Kurstadtidylle als Kindheitstrauma gewertet werden darf, ansonsten war alles für die Katz’…

[via Incidental Comics]
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