Archive for May, 2013

28th May
2013
written by DedalusRoot

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Neukölln – 27.04.2013

27th May
2013
written by DedalusRoot

In letzter Zeit erwische ich mich mit steter und wiederkehrender Regelmäßigkeit beim Prokrastinieren. Der Vollzeitjob führt mehr und mehr dazu, dass ich nach achteinhalb Stunden Arbeit den Drang verspüre das Hirn baumeln zu lassen und die Lebenserhaltungsmaßnahmen nach Feierabend auf ein Minimum herunterzufahren. Und so klicke ich mich in solchen Momenten stundenlang durch meinen Feedreader, lasse mich von Videostreams berieseln und werde zum passiven Konsumenten dieses Mitmach-Internets. Bei einer dieser meditativen Übungen zur völligen Stilllegung des Kleinhirns, entdeckte ich, während mir selig der Speichel aus dem Mundwickel troff, eine Reihe Videos von Geek and Sundry in denen Protonerd (und Ex-Fähnrich Wesley Chrusher) Whil Wheaton mit Gästen und Freunden verschiedene Gesellschafts- und Brettspiele testet. Dabei handelt es sich nicht um Spieletests im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr um Spielrunden mit mehr oder minder bekannten Nerds, Geeks und anderen illustren Gestalten. Besonders amüsant ist zum Beispiel diese Munchkin-Runde mit Munchkin-Erfinder Steve Jackson sowie der bezaubernden Felicia Day (The Guild) oder auch die Pen & Paper Adaption des Rollenspielklassikers Dragon Age (wobei ich schon deutlich interessantere Rollenspielsysteme gesehen habe).

Das dritte Spiel des Abends, dass ich zunächst für eine langweilige Brettspieladaption der gleichnamigen Fernsehserie hielt, entpuppte sich als unglaublich cleveres, kooperatives Storytelling Game, das meine Neugier weckte und urplötzlich an den Wortspielbereichen meiner Synapsen kitzelte. Once Upon A Time ist ein Kartenspiel in dem die Spieler gemeinsam mit Hilfe der auf ihrer Hand befindlichen Karten, die die Zutaten der Geschichte sind und märchentypische Storyelemente enthalten, eine Geschichte erzählen. Jedes Mal, wenn der erzählende Spieler stockt, stammelt oder anfängt zu schwafeln, ist der nächste Spieler dran und setzt die Geschichte mit seinen Karten und Storyelementen fort. Darüber hinaus gibt es sogenannte “Interrupts”, mit denen man den Erzähler in seinem Erzählfluss unterbrechen und selbst die Kontrolle der Geschichte übernehmen kann. Das klingt bis hierhin sehr harmonisch und das Spiel zeichnet sich sicherlich nicht durch Nervenkitzel und kräftezehrenden Antagonismus aus, aber wiebei jedem Märchen hat die Sache auch hier einen Haken: Jeder Spieler hat zusätzlich zu seinen Handkarten eine geheime “Happy Ever After“-Karte, auf der das Ende vermerkt ist zu dem er seine Geschichte führen muss, sobald er keine Karten mehr auf der Hand hat. Auch wenn also nur eine Geschichte erzählt wird, versuchen alle Spieler die Geschichte zu einem völlig anderen Ende zu bringen.

Wie das Ganze aussehen kann,  hat Will Wheaton mit einigen Freunden demosntriert, wobei Wheaton die Auswahl der Karten um weitere wichtige Storyelemente, die in keinem Märchen fehlen dürfen  (wie beispielweise Roboter oder globale thermonukleare Katastrophen) erweitert hat:

 

Klingt für mich, als lohne es sich ein paar Euronen zu investieren und sich das gute Stück unter den Nagel zu reissen (hier zum Beispiel), um es demnächst mal anzuspielen.
Der ohnehin stets spieltriebige Flaneur ist sichermit von der Partie, und wenn sich noch ein  paar weitere Spielkinder mit Hang zum Fabulieren finden, könnte das ein Heidenspaß werden…

26th May
2013
written by DedalusRoot

Hinterhöfe @ Panke Wedding – 23.05.2013

Der Wedding ist ja groß im Kommen. Neukölln ist neuerdings zu überlaufen, Kreuzberg taugt eigentlich nur noch als Touristenattraktion und der Prenzlauer Berg wurde nicht erst seit gestern zur Ruhestätte für in Würde gealterte (also Ü30) Akademiker degradiert. Also zieht es das Volk, den Gesetzen der Gentrifizierung und ihrem Herdentrieb folgend, in den nächsten Kiez. Es sprießen Cafés und Kneipen aus dem Boden, analog zu Muschi Kreuzberg wird versucht das Image (Berlin – East Bronx, Wedding!!) zu vermarkten, während man zwangsläufig die gleichen Pfade beschreitet, die man in Kreuzberg und Neukölln naserümpfend als Mainstream abtut. Nichtsdestotrotz hat der Wedding schöne Ecken, wie beispielsweise die Hinterhöfe in denen die Panke ihre Heimat hat oder das Krematorium Wedding ein paar Häuser weiter. Grund genug also doch mal durch den Wedding zu streifen und die Knipse mitzunehmen.

Und nächstes Jahr sehen wir uns dann in Moabit!

15th May
2013
written by DedalusRoot

Lemmings!

Kreuzberg – 29.04.2013

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