Beiträge mit dem Tag "Berlin"

8th January
2013
written by DedalusRoot

So viele Menschen, die heute Geburtstag haben: Ziggy Stardust, der Thin White Duke und zu guter Letzt der inzwischen 66jährige David Bowie, der den Tag als er vom Himmel fiel zum Anlass nimmt das erste Album in 10 Jahren anzukündigen.

Zum Album gibt es auch prompt die erste Singleauskopplung samt Video, dass musikalisch und optisch eine kleine Hommage an die schönste Stadt der Welt darstellt.

Darüber hinaus verbindet dieses kleine Blog und den etwas größeren Bowie  einer der ersten längeren Texte, den ich im August 2010, quasi im Säuglingsbloggeralter, für Madleners (inzwischen hier) 31 Tage – 31 Platten geschrieben habe.

Eine Platte, die man (angeblich) kennen sollte – die ich aber noch nie gehört habe:

David Bowie – Ziggy Stardust (1972)

Zu den Bekenntnissen eines Musikignoranten geht’s hier entlang

Nachtrag: Die Idee sich regelmäßig mit Meilensteinen der Musikgeschichte auseinander zu setzen, die man nicht kennt oder noch nie gehört hat, ist fast eine eigene Kategorie in der Plattensammlung wert. Die 500 Greatest Albums of All Time des Rolling Stone geben ja noch einiges her und legen ein unwiderlegbares Zeugnis über mein Musikbanausen ab, dass ich im Rahmen dieser Kategorie verbloggen und therapeutisch aufarbeiten könnte…

24th July
2012
written by DedalusRoot

C215 in Kreuzberg

Ein paar großartige Stencils von Christian Guémy, aka C215, mit denen der frazösische Street Artist Kreuzberg verschönert hat. Die Katze an der Skalitzer wurde inzwischen leider mit Schnurrbart und Brille versehen, deswegen gibt’s von ihr leider kein Foto…

21st June
2012
written by DedalusRoot

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Kreuzberg im Sommer

Brütende Hitze und blaue Stunden. Der Geruch von Ozon und schweißtreibendem Müßiggang. Musik in der Luft und Erbrochenes im Rinnstein. Und in jeder Hand mindestens ein Eis…

Genießt den Sommer!
Denn ab heute werden die Tage jeden Tag ein bisschen kürzer…


Nachtrag: Derzeit zeichnet sich der Sommer wohl eher durch strömenden Regen und arktische Kälte aus… hat da irgendwer das Memo zum Sommeranfang nicht gelesen?

26th November
2011
written by DedalusRoot

Zum Wochenende gibt es mal wieder ein Wandgemälde der bezaubernden, trilingualen Clairikine, die sich regelmäßig an der U-Bahnhaltestelle Kottbusser Tor rumzutreiben scheint und sich Gedanken zu den wirklich wichtigen Fragen des Lebens macht.

Egal wie die Entscheidung ausfällt: Genießt Euer Wochenende!

 

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15th September
2011
written by DedalusRoot

“Das Leben des Heimatlosen ist ein ständiger Versuch mehrere Welten miteinander zu versöhnen…”

– Dedalus Root

31st August
2011
written by DedalusRoot

Wenn Berlin am 18.08. wählt, wird ein Großteil der Wahlberechtigten das Sterni dem Wahlrecht vorziehen, den Sonntag gemütlich auf der Couch verbringen und am folgenden Montag über das Wahlergebnis meckern. Währenddessen sitze ich hier, in dieser Stadt, die ich liebe und deren Geschicke ich gerne mitbestimmen würde, und darf nicht wählen. Weil ich keinen deutschen Pass habe, obwohl ich in diesem Land geboren bin. Obwohl ich seid mehr als 30 Jahren hier lebe, Steuern zahle und mein Schicksal vertrauensvoll in die Hände der deutschen Politik gelegt habe. “Selbst Schuld!” könnt Ihr sagen und wahrscheinlich habt Ihr Recht… aber sollte man in diesem Fall nicht gerade mir als ausländischem Staatsbürger die Tatsache, dass ich hier bin und mir dieses Land zum Leben ausgesucht habe, nicht hoch anrechnen? Na ja, immerhin darf ich meine Stimme symbolisch abgeben:

http://jedestimme2011.de

Ihr hingegen dürft wählen. An Eurer Stelle würde ich von diesem Recht Gebrauch machen…

 

13th July
2011
written by DedalusRoot

Es ist ein sonniger Abend im Juli, als der Verfasser dieser Zeilen nichts Böses ahnend durch die malerischen Straßen von Berlin-Steglitz schlendert. Zirpende Grillen und liebliches Vogelgezwitscher vermengen sich zu einer süßen Symphonie der Freude und des Müßiggangs, während die letzten Sonnenstrahlen die Szenerie in goldenes Licht baden.  Plötzlich und ohne Vorwarnung zerreißt der hässliche Lärm eines spotzenden Zweitakters die Idylle. Aus einer Seitengasse schlittert ein Gefährt auf die Straße, dessen Fahrer darauf so fehl am Platz wirkt wie ein Elefant auf einem Dreirad. Diese Bestie von einem Mann wiegt sicherlich 200 Pfund und die massigen Arme sind von den Handgelenken aufwärts mit Tätowierungen übersät. Sein finsterer Gesichtsausdruck und  sein von einem schwarzen Stahlhelm gekrönter Schädel lassen keine Sekunde daran zweifeln, dass mit dieser Type nicht gut Kirschen essen ist.
Zumindest täten sie das, wenn die Type nicht auf einem altersschwachen Roller säße,  der unter dem immensen Gewicht zu kollabieren droht und ob der fehlende Pferdestärken kaum vom Fleck kommt. Unter größter Anstrengung verkneife ich mir ein breites Grinsen und blicke in die andere Richtung. Erst viel zu spät kommt mir der Gedanke diesen Anblick für die Nachwelt zu dokumentieren. Schneller als der Mann, der einst Liberty Vallance erschoss, wirble ich herum, ziehe mit einer fließenden Bewegung und schieße lässig aus der Hüfte.
Doch das einzige was ich noch treffe, ist das Straßenschild der Gasse in die der Typ mit knatterndem Motor verschwindet: Wolfensteindamm…

 

19th May
2011
written by DedalusRoot

“You will not be able to stay home, brother.
You will not be able to plug in, turn on and cop out.
You will not be able to lose yourself on skag and skip,
Skip out for beer during commercials,
Because the revolution will not be televised.”


– Gil Scott-Heron

Mal ehrlich: Wir sollten unserer Empörung Luft machen… stattdessen lassen wir uns am Nasenring durch die Manege der Demokratie ziehen. Wir schütteln fassungslos mit dem Kopf, wenn Nazis durch unsere Städte marschieren. Wir akzeptieren widerspruchslos, dass rechte Populisten und Rattenfänger die Mitte der Gesellschaft infiltrieren und uns einflüstern, der Muselmann sei, woran diese Gesellschaft krankt. Wir sehen tatenlos zu wie Banken auf Grundnahrungsmittel spekulieren, die Preise in die Höhe treiben und ein ganzer Kontinent hungert, während 30% unserer Lebensmittel im Müll landen. Wir schüren Furcht vor den verängstigten und hungernden Menschen an unseren Grenzen und sperren sie in Lager. Wir lassen uns zu Menschen zweiter Klasse degradieren, weil wir nicht erwerbstätig sind oder es uns an Bildung fehlt, die wir in diesem System nicht bezahlen können.  Wir sollen Angst vor Terror haben, während uns täglich die Angst vor unserer eigenen Zukunft umtreibt. Wir lassen uns diktieren, welche Entschlüsse alternativlos sind, weil sie einer Regierung und ihrer Riege von Lobbyisten in die Hände spielen.  Wir schauen teilnahmslos einer Politik zu, die nicht mehr unser Wohl, sondern die Erhaltung der eigenen Macht im Sinn hat.

Natürlich könnte man zu landesweiten Demonstrationen aufrufen, aber heut’ abend läuft Germany’s Next Top Model und bei Joey’s Pizza gibt es italienische Wochen…

 

29th April
2011
written by DedalusRoot

Gestern habe ich ein neues Blog für meinen Feedreader entdeckt. Wo? Am Kotti… genauer gesagt auf einer der Stellwände an der U-Bahnhaltestelle Kottbusser Tor, wo ich zwischen Liebesbekundungen und revolutionären Parolen diese kleine Stilblüte gefunden habe:

Und weil ich momentan völlig hemmungslos alles knipse, was mir vor die Linse kommt und interessant, spannend oder einfach schräg sein könnte, hab’ ich abgedrückt.
Und siehe da: Hinter Clairikine verbirgt sich ein bezaubernder kleiner trilingualer Berliner Comicblog. Schaut’s Euch an!

 

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12th April
2011
written by DedalusRoot

Morgen geht also endlich meine erste re:publica los, und ich bin aufgeregt wie ein Pennäler am ersten Schultag… Damit ich auch wirklich nichts vergesse, bin ich dem Vorbild anderer Blogs gefolgt und habe mir eine kleine Checkliste gemacht:

 

  • Thinkpad T500: Die mobile Artillerie im Bereich Hardware; veraltet, absolut konferenzuntauglich, viel zu schwer und sperrig. Ein bisschen als würde man mit einem Leopard 2 an der Tour der France teilnehmen. Yeah!

 

  • HTC Desire: Im Vergleich zum Thinkpad eher eine Derringer. Optimal zum aus der Hüfte Twittern und zur schnellen Orientierung im Großstadtdschungel. Fungiert bei fehlendem WLAN als Hotspot oder UMTS-Modem. Gerüchten zufolge soll man damit sogar telefonieren können.

 

  • Moleskine + Pilot G-2 Schreibgriffel: Weil analog manchmal eben doch besser ist, und allen anderen sicher irgendwann der Saft ausgeht… und weil ein schwarzes Notizbuch ein schwarzes Notizbuch ist.

 

  • Netzteile & Akkus, diverse: Damit oben genannter Saft eben nicht ausgeht. Brauchen aller Wahrscheinlichkeit nach eine eigene Tasche, wahrscheinlich sogar einen eigenen Sitzplatz, hoffentlich kein eigenes Ticket. Spätestens zur Mittagszeit gibt’s dann lecker Kabelsalat.

 

  • Mehrfachsteckerleiste, zehnfach: Für oben genannte Netzteile und einen tragbaren Kühlschrank, der noch besorgt werden muss. #tazlab hat mich gelehrt: Strom ist ein kostbares Gut. Daher werden freie Plätze an der Steckerleiste für 5,-€ die Stunde vermietet. Für die kommende re:publica wird dann hoffentlich ein eigener Windpark auf dem Gelände der Mediaspree eingerichtet…

 

  • Club Mate: eine Art mobiles Lebenserhaltungssystem für Einsätze unter widrigen Bedingungen. Sieht ein wenig aus wie der morgendlich Mittelstrahl, Verächter behaupten, der erste Schluck schmecke auch so. Kenner (ugs. Nerds) lieben ihren herben Geschmack und die belebende Wirkung. Bei sparsamem Verbrauch reicht ein Kasten Mate für drei Koferenztage. Zum Transport dient der gute, alte Bundeswehrrucksack. Bewohner des Prenzlauer Bergs können alternativ auch einen Bollerwagen aus der nahe gelegenen Kita zweckentfremden.

 

  • Urban Combat Blogging Outfit: “Kleide Dich immer so, dass Du jederzeit für einen plötzlich eintretenden Weltuntergang gerüstet bist und trotzdem mit Deiner Umgebung verschmilzt.” Je nach Witterung wahlweise leichtes Schuhwerk von Chuck Taylor oder die treuen 10-Loch Rangers, Blogginghose aus strapazierfähigem Serge de Nîmes mit doppelt verstärktem Hosenboden für mehr Sitzfleisch sowie ein einfarbiges schwarzes Hemd (Neueste Studien haben gezeigt, dass die Jungs mit lustigen Sprüchen auf den Shirts bei plötzlich eintretenden Weltuntergängen die ersten sind, die draufgehen). Lederjacke (sh. auch Dreitagebart, Haudegen).

 

  • Dreitagebart: Wer sich jeden Tag rasiert, hat zuviel Zeit, die er mit unnützer Körperpflege im Gesichtsbereich verschwendet. Daher gilt: Unrasiert ist wild, verwegen und kreativ. Belege hierfür liefern Abenteuern und Haudegen wie Indiana Jones, John McClane und Michael Seemann.  Frisch rasierte Zeitgenossen laufen des Weiteren Gefahr mit unliebsamen Marketingfuzzis verwechselt zu werden.
    Wieviel Zeit darauf verschwendet werden muss, um verwegen unrasiert auszusehen, verschweigen wir an dieser Stelle.

 

  • Handtuch: Der mit Abstand nützlichste Ausrüstungsgegenstand, den man besitzen kann und darüber hinaus von immensem psychologischen Wert. Weil ein Mann, der ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel der Galaxis kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.42

     

    Wenn ich über Nacht nicht vor Aufregung sterbe, sehen wir uns morgen!

     

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  1. Warnung!

    Widerstand

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